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Westchinesische Schmuckenziane:  Arten und Züchtungen – vielfältig und exclusiv!

West China jewelry varieties: species and breeds - diverse and exclusive!

 

     Delft

 

Delft (2011)

 

Delft            Delft

 


Unter Beachtung folgender Hinweise stellt die Kultur der Westchinesischen Schmuckenziane kein Problem dar:

 

Alle Arten und Züchtungen benötigen einen eher halbschattigen, ständig gleichmäßig feucht zu haltenden Standort und ein saures Substrat. Ich verwende anteilmäßig Rhododendron-Erde (pH-Wert 4-4.5), Weißtorf (pH 2.5-3.5), meine natürlich gewachsene Gartenerde (logischerweise kalkfrei!) sowie einen Anteil aus Verlegesplitt (2/4) – bzw. besser "scharfen Sand" – sodaß am Pflanzplatz ein pH-Wert von ca. 5 erreicht werden sollte. Dieses Substrat müßte nach ca 3-4 Jahren unbedingt erneuert und die Pflanze von abgestorbenen Wurzelteilen gesäubert werden.

Nach Anfang bis Mitte September erworbene Pflanzen sollten nicht mehr ausgetopft, sondern bis zum Rand in die Erde gelassen werden! Da sich die Enziane wegen oft feuchter Winter und Frosthub lockern, sollte an frost- bzw. schneefreien Tagen während der Wintermonate bzw. im Frühjahr un- bedingt kontrolliert werden, ob sie "festsitzen" bzw. sie wieder andrücken oder gegebenenfalls neu pflanzen, um Bodenschluß zwischen Wurzel und Substrat zu erreichen!

Considering the following, the culture of West China jewelry is no problem:

All species and breeds require a rather semi-shaded, constantly uniformly moist site and an acid substrate. I use proportionally Rhododendron soil (pH 4-4.5), white peat (pH 2.5-3.5), my naturally grown garden soil (logically lime-free!) As well as a share of paving (2/4) or better "sharp sand" So that a pH of approx. 5 should be reached at the planting site. This substrate would have to be renewed after 3-4 years and the plant should be cleaned of dead roots.

Plants purchased before the beginning of September should not be thrown out, but left to the ground to the brim! As the Enzianians are loosened because of often damp winters and frostbumps, during frost or snow free days during the winter months or in spring it should be checked whether they "hold" or press again or, if necessary, plant new plants to close the soil between root and substrate!

 

 

 

Erst im Frühjahr austopfen, wenn garantiert keine Fröste mehr zu er- warten sind! Generell ist auch hier jegliches Hacken zu unterlassen, damit die Pflanzen aufgrund ihres empfindlichen Wurzelsystems nicht gestört werden und anwachsen können! Daher sollten Moose oder andere Unkräuter im Jungstadium beseitigt werden! Herbstenziane dürfen während ihrer Ve- getationsperiode nicht zu trocken stehen; daher sollten sie – vor allem an heißen Tagen auch tagsüber – mit kalkfreiem, am besten etwas abgestan- denen Regenwasser leicht überbraust bzw. mittels Gießstab "benebelt" werden!

Eventuell empfiehlt sich auch eine Drainageschicht von 10-15cm aus Grobsplitt in eine ca. 30cm tiefe Pflanzgrube bzw. Pflanzfläche für opti- malen Wasserabzug. Darauf wird das Substrat aufgebaut. Bei Kalkböden müssen die Pflanzgruben sowie die Seiten lückenlos mit starker Folie ausge- legt werden, um Kalkeinwaschungen zu vermeiden.

Viele Arten oder Sorten, die als "Wackelkandidat" gelten oder galten, be- finden sich bei mir im reinen Torf bzw. in Torfsoden, wo sie sich zu prächtigen Pflanzen entwickelten. Voraussetzungen sind neben dem "festen" Sitz (Hacken verboten wie bei allen alpinen Pflanzen) "kühle" Füße und damit verbunden ein konstantes Maß an Feuchtigkeit!

Beispiel: Während die Sonne mit knapp 50°C auf meine in der Sonne befindlichen Anlage prasselte (gemessen in einem Teil, welchen ich mit lockeren Torf 20cm hoch ausgelegt hatte), zeigte ein zweites Thermometer unmittelbar auf der sich angenehm kühl und feucht anfühlenden Sohle nur knapp über 20°C! In meiner speziellen Vermehrungsfläche herrschen im Wurzelbereich logischerweise viel kühlere Temperaturen als in der Luft (Differenz je nach Witterung zwischen 10-20°C.)

Dieses Areal besteht aus einer 20cm-Schicht reinen Hochmoortorfes (STENDER – pH 2.5-3.5), welchen ich während des Einbaus in die jewei- ligen Sortenquartiere richtig naß anrührte und "durchwalkte", bis die trok- kenen Fasern richtig "trieften"! Darunter (so fest wie nur irgendmöglich angedrückt; nicht nur locker aufgebracht!) befindet sich die "Erdsohle", auf diese ich vorher um jene Tiefe ausgekoffert habe. Es läßt sich nur erah- nen, wieviel Liter Torf (1 Ballen = 250l) ich allein für dieses Vorhaben ver- arbeitet habe, um ca. 13m2 zu belegen; vom Wasserverbrauch gar nicht zu reden! Verrückt muß man sein… Jedoch brauche ich seitdem witterungs- abhängig (Sonnenstrahlung/Regen) nur mehr oder weniger mittels Gießstab zu überbrausen bzw. zu "nebeln", da die Grundfeuchtigkeit bereits gegeben ist!

Do not use it until spring, when there is no longer any frost to be expected! In general it is also necessary to refrain from chopping so that the plants can not be disturbed and grow due to their sensitive root system! Therefore, mosses or other weeds should be removed at the youngest stage! The autumn varieties must not be too dry during their period of vegetation; Therefore, they should be easily overburdened with lime-free, preferably somewhat stale rainwater, especially on hot days during the day, or be "fogged" by means of a pouring rod!

A drainage layer of 10-15cm from Coarse gravel may also be recommended in a 30cm deep planting pit or planting area for optimum water removal. The substrate is then built up. In the case of lime slabs, the plant pits as well as the sides have to be laid out without gaps with a strong film in order to avoid lime washing.

Many species or varieties, which are or are considered to be a "wiggle candidate", are found in my pure peat or peat soil, where they developed into magnificent plants. In addition to the "firm" seat (chopping is forbidden as with all alpine plants), "cool" feet are required and a constant degree of moisture is required!

Example: While the sun was pounding at nearly 50°C on my plant in the sun (measured in a part which I had designed with loose peat 20cm high), a second thermometer showed directly on the pleasantly cool and moist-feeling sole Just above 20°C! In my particular area of ​​propagation there are logically much cooler temperatures in the root area than in the air (difference between 10-20°C depending on the weather).

This area consists of a 20cm layer of pure Hochmoortorfes (Company STENDER - pH 2.5-3.5), which during the installation into the respective varieties of districts was stirred and soaked through, until the dry fibers "dripped" correctly! Underneath (as hard as possible, not just loosely applied!) Is the "Soil", on which I have previously unpacked by that depth. It can only be seen how many liters of peat (1 bale = 250l) I have worked for this project alone, to occupy about 13m2; not to talk about water consumption! You have to be mad ... However, since the basic moisture has already been given, I need to "mist" only more or less by means of a casting rod (sun radiation/rain).

 

 

Für jene Gewaltaktion entschloß ich mich 2004 nach wirklich reichlicher Überlegung: im Winter 2002/2003 – aber vor allem im folgenden Frühjahr verlor ich viele Sorten und Arten bzw. blieben nur kärgliche "Fragmente" davon übrig; hervorgerufen durch Trockenheit, Sonne, Wärme, Wind, Bar- frost; sodaß alles erfror, verdorrte und mit den Wurzeln nach oben ragte – ein Bild des Grauens! Ebenfalls verlor ich eine Vielzahl getopfter Exem- plare auf eben diese Weise! (zusammengefaßt unter "Arbeiten"  ab Bild 34-46).

 

Es stellten sich die Fragen:

 

1.  Wohin mit dem anfallenden Aushub bei 20cm Tiefe festliegender Erde auf 13m2 in einem "Kleingarten" ohne Platz.
2.  Lohnt sich überhaupt der Arbeitsaufwand.
3. Lohnt sich die doch relativ intensive finanzielle Investition nicht nur für den Torf incl. Anfahrt/Lieferung desselben sowie Zukauf diverser Schutz- materialien (Spezial-Vlies) für alle zukünftig als Winter- bzw. Frühjahrs- schutz abzudeckenden Flächen (Vermehrungsquartiere für Herbstenziane und STENGELLOSE mit allen farbigen clusii-, acaulis- und occidentalis 'Alba'-Pflanzen wie Weiß-Lichtblau-Typen, Stellfläche getopfter Exemplare); zu- dem für Schattiermatten im Sommer gegen immense Sonnenstrahlung.

Daraus ist zu schlußfolgern, daß doch ein leichter Winterschutz aus Reisig – vor allem bei Jungpflanzen – anzuraten ist, um den Frosthub zumindest etwas zu mindern und im Sommer bei höheren Temperaturen ein feines "Benebeln" – auch am Tag – nie schadet! Gegen Moosbefall kann MOGEDON (ein oranges Pulver) in entsprechender Dosierung helfen.

Inzwischen ist auch jenes "Geschichte". Um die allfrühjährlichen zeitfres- senden Maßnahmen wie Lebermoos- und Unkrautentfernung, Pflanzen auf- nehmen-Putzen-Teilen, Vorbereitung der Sortenquartiere mit "Frisch-Sub- strat", Neuaufpflanzung etc. zu vermeiden, vermehre ich seit 2010 aus Töpfen. D.h. die ursprünglich als "Mutterpflanzen" wieder neu aufgepflanz- ten Exemplare kommen in den Topf zum Abgeben - die kleineren zusammen in einen größeren, in welchem sie wachsen, sich vermehren können und zukünftig als Topfware verwendet werden sollen. 

Jene "Premiere" stand unter keinem guten Stern. Während zunächst in den Monaten April und Mai eine Vielzahl getopfter Exemplare regenbedingt förmlich "absoff" und das vordem lockere Substrat sich zu "Teig" verwan- delte; wodurch ein Umtopfen nötig wurde, gab ab Juni - vor allem im Juli - die "heiße Luft aus Afrika" den  Pflanzen den "Rest"; die Triebe lagen gelb und verbrannt obenauf! Anblicke, auf die man verzichten kann...

 

I decided in 2004 for a really ample consideration: in the winter of 2002/2003 - but especially the following spring I lost many varieties and species or left only scanty "fragments" of it; caused by dryness, sun, heat, wind, bar frost; so that everything was frozen, withered, and rose with the roots upwards - a picture of horror! Likewise, I lost a multitude of stupid protests in the same way! (Summarized under "Working" from Fig. 34-46).

The questions were:

1. Where to go with the resulting excavation at 20cm depth of fixed ground on 13 m2 in a small garden within a garden area without place.

2. Is it worth the effort at all

3. Is the relatively intensive financial investment not only for the peat, but also the purchase/delivery of various protective materials (special nonwovens) for all areas to be covered as winter or spring protection (propagation quarters for autumn censuses and STEMLESS with all colored clusii-, acaulis- and occidentalis 'Alba'-plants such as White-Lightblue types, footprint of tipped specimens); As well as shading mats in the summer against immense sunshine.

From this, it is to be concluded that a light winter protection from twigs, especially in young plants, is advisable in order to reduce the frost stroke at least, and in the summer, at high temperatures, a fine "fogging" - even during the day - never hurts! Against moss infestation MOGEDON (an orange powder) can help in appropriate dosage.

Meanwhile, that is also "history". In order to avoid all-year-old time-saving measures such as liver moss and weed removal, plant pickling parts, preparation of the varieties with "fresh sub- strate", replanting etc., That is, the specimens originally replanted as "mother-plants" are put into the pot for delivery - the smaller ones into a larger one, in which they can grow, can multiply and are to be used as potware in the future.

That "premiere" was not a good star. While in the months of April and May, a large number of tamped specimens were formally "drown" and the previously loose substrate became "dough"; Which necessitated repotting, the "hot air from Africa" ​​gave the plants the "rest" from June - especially in July; the shoots were yellow and burnt up! Sights you can do without ...

Die Überschwemmung im August, während welcher die Töpfe einen Tag und eine Nacht in ca. 5cm hohen Wassermassen standen (siehe Bildseiten "Hoch wasser"/" Schäden"), setzte noch einen krönenden Abschluß unter das Seuchenjahr 2010... Warum ist es nicht möglich, diese beiden hitze- und unkontrolliert Regenmassen bringenden "Horrormonate" genauso wie die bar- fröstigen schneelosen Winter einfach aus dem Kalender zu eliminieren...?!

The flooding in August, during which the pots stood one day and one night in approx. 5cm high water masses (see picture pages "flood"/"damages"), set a crowning conclusion under the year of the disease 2010 ... Why is it not It is possible to simply eliminate these two heat- and uncontrolled rain-massing "horrormonates" as well as the bar-friesy winter fun simply from the calendar ...?!

 

 

Getopfte Exemplare sollten spätestens nach Mitte September nicht mehr ausgepflanzt werden, da jene aufgrund der vorgerückten Jahreszeit nicht mehr anwachsen! Diese werden mit dem Topf in die Erde gelassen und im Frühjahr nach den letzten Frösten an einen fixen Platz gepflanzt. AUCH DIES SOLLTE FÜR ALLE Alpinen (egal, ob es sich um Enziane, Primeln oder andere Gattungen handelt) gelten!

Die auf den Farbtafeln angegebenen Blütezeiten der Pflanzen können lo- gischerweise – abhängig von den Witterungsbedingungen des Jahres – vari- ieren; d.h. um ca. 14 Tage früher oder später beginnen. In der Foto-Ga- lerie der nächsten Seite hab ich - allen voran als besondere "Schmankerln" - Aufnahmen von diversen Wildarten gestellt, welche ich nicht nur das Glück hatte zu bekommen, sondern auch teilweise über einen längeren Zeit- raum zu erhalten...

Inzwischen könnte man dies mit "ES WAR(EN) EINMAL" überschreiben...  Nachfolgend in der Sorten-Übersicht befinden sich trotzdem eigene Aus- lesen, welche ich mit meinem Kürzel "RB" gekennzeichnet habe und dabei vor allem auf ziemlich zwergigen bzw. relativ kurztriebigen Wuchs mit einer sich doch etwas "abhebenden" bzw. "exclusiven" Farbgebung oder Zeichnung im Kelch achtete.

 

Leider mußte ich kürzlich feststellen, daß die Bezeichnung "Herbstenzian" nicht nur fälschlicherweise für  Vertreter der PNEUMONANTHE (Lungen- enziane - Gentiana septemfida, Gentiana scabra), sondern auf einer nicht speziell "Pflanzen-Website" auch für "Zweijährige" (GENTIANELLA) - also z.B. für in den Alpen beheimatete Gentianella aspera, austriaca, campestris usw. verwendet wurde! Dies ist natürlich komplett falsch, da es sich - den "Enzian-Spezeln" logischerweise bekannt - um "Zweijährige" handelt! Dies soll hier für den Fall, daß auch bei anderen Freunden jener Irrglaube vor- herrscht - aus aktuellem Anlaß - noch einmal klar- und richtig gestellt werden!

Potted specimens should not be planted at the latest after mid-September, as they are not growing due to the season. These are left with the pot in the soil and in the spring after the last frosts to a fixed place planted. ALSO THIS SHOULD APPLY FOR ALL Alpins (whether they are Enzians, Primroses or other genera)!

The flowering times of the plants indicated on the color plates can vary logically - depending on the weather conditions of the year; it means, to start about 14 days earlier or later. In the photo gallery on the next page, I have - especially as a special "Beautiful Pieces" - taken pictures of various wilds, which I was not only lucky to get, but also partly over a longer period of time...

In the meantime, one could override this with "IT WARS ONCE". The following is a list of the varieties which I have marked with my abbreviation "RB". Relatively short-lived growth with a somewhat "detached" or "exclusive" coloring or drawing in the cup.

Unfortunately, I have recently noticed that the term "Autumn Gentain" is not only falsely attributed to the representatives of the PNEUMONANTHE-Group (Gentiana septemfida, Gentiana scabra), but also to "biennial" (GENTIANELLA) For example For gentianella aspera, austriaca, campestris, etc., used in the Alps! This is, of course, completely wrong, since - the "Gentian-spices" logically known - are "Two-year-olds"! This is to be made clear and correct in this case, even in the case of the fact that other mavericks also have that!

 

G. farreri Vb (We.; hell)      Lausitzperle HW



 

 

 
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